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Der Alltag geht weiter, doch ich nehme kaum wahr, was um mich herum geschieht.
Schmutzige Wäsche stapelt sich in der Diele. Ich schaffe den Weg bis zur Waschküche nicht.
Der Kopf ist immer noch viel zu voll, so dass meine Gedanken alles Handeln blockieren.
Mein Innen-Sein ist taub. Ich fühle mich nicht.
Aber ich funktioniere. Funktioniere mit einem Kraftaufwand, der mich schon nach kurzer Zeit so erschöpft, dass ich mich ausruhen muss.
Immer noch ist diese Sehnsucht nach Stille in mir.
Ich möchte für einen Moment aufhören zu sein – nur für einen Moment.
Bis die Gedanken endlich meinen Kopf verlassen.

Jede Berührung schmerzt, als würde sie in Glas graviert werden.
Das Sonnenlicht ist unerträglich.
Ich möchte die Augen schließen und schlafen.
Aber der Schlaf kommt nicht – nur das monotone Hin und Herwühlen mit dem Kopf.
Der gleichbleibende, sich ständig wiederholende Rhythmus beruhigt ein wenig.
Allerdings nur, solange der Bewegungsablauf anhält.
Hin und Her.
Hin und Her.
Hin und Her.

Ich bin müde – sehr müde.
Zu müde, um zu sortieren, was der Gedankentornado verwüstet hat.
Alles ist durcheinander.
Ich bin wie gelähmt und überfordert damit, mein Leben wieder zu ordnen.
Ich brauche Zeit – viel Zeit.
Und Ruhe – viel Ruhe.
Alleinsein.
Ein Sein, das mich vom Außen trennt.
Kein Außen mehr, welches in mich dringt.
Kein Außen mehr, das mich berührt.
Kein Außen mehr.

Ich möchte meine Wohnung am liebsten nicht verlassen.
Ich weiß nicht, wie spät es ist, weil ich die Stunden nicht zähle.
Ich will schweigen, weil mich das Reden erschöpft.
Aber der Alltag zwingt mich, weiter zu machen.
Weiter zu machen, obwohl ich meine Gedanken erst neu ordnen muss.
Meine Gedanken und das Zuviel an Gefühlen in mir.
Gefühle, die im Moment erstarrt sind.
So, wie alles in mir erstarrt ist.
Mein Innensein erstarrt ist.
Ich erstarrt bin.

Erstarrt.
Vom Außen getrennt.