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Es ist so viel Fühlen in mir.
So vieles, das in mir bleibt und keinen Weg nach außen findet.
So vieles, das nach außen drängt und doch im Innensein gefangen bleibt.
So vieles, das ich nicht (be)greifen kann.

Gefühltes hat keine Worte, weil es nicht im Kopf entsteht wie ein Gedanke, der sich präzise formuliert und mir die Möglichkeit gibt, mit dem Außen zu kommunizieren.
Gefühltes ist eine Übersumme von Außenreizen, die in mein Innensein dringen und dort einzeln herumirren, ohne sich zu einem Ganzen zusammen zu fügen, welches ich mit Worten beschreiben könnte.
Gefühltes ist ein Durcheinander in einem überfüllten Innensein, das sich nicht aufräumen lässt.
Ein Zuviel, das ich nicht zu verarbeiten vermag, weil ständig Neues hinzukommt.
Neues, welches mir fremd ist und kein Gleiches findet, an dem es sich orientieren und mit dem es sich verbinden könnte.

Gefühltes hat keine Struktur, welche sich wie ein sich endlos wiederholendes Muster ausbreitet und mir Halt gibt.
Gefühltes verursacht Unsicherheit, weil es nicht vorhersehbar ist.
Gefühltes ist intensiv und überfordert mich.
Es überrollt mich wie eine Lawine, unter deren Masse ich manchmal zu ersticken drohe. Eine Lawine aus einer Summe unzähliger Gefühlsschnipsel, die kein Gesamtbild ergeben.
Und ohne Bild kann ich das Fühlen nicht beschreiben. Es bleibt in mir, auch wenn es mit noch so großer Wucht nach außen drängt.

Das Einzige, was für das Außen sichtbar wird, ist eine starke, motorische Unruhe, welche durch die innere Anspannung ausgelöst wird. Der Druck der Lawine im Innensein baut sich durch sich ständig wiederholende Bewegungsabläufe langsam ab und stellt das innere Gleichgewicht wieder her.

Es ist so viel Fühlen in mir.
So vieles, das in mir bleibt und keinen Weg nach außen findet.
So vieles, das nach außen drängt und doch im Innensein gefangen bleibt.
So vieles, das dem Außen verschlossen bleibt.