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Die Ungewissheit ist ein quälender Schmerz, der sich immer tiefer in das
Innen-Sein drängt und Angst erzeugt, die mit jedem Tag größer wird,
solange das Außen schweigt.
Ich muss fragen, immer und immer wieder fragen, damit ich endlich eine Antwort bekomme. Aber das Warten wird unendlich und mit jeder Frage,
die ohne Antwort bleibt, unerträglicher, weil es jedes Morgen unvorhersehbar macht.
Ich muss fragen, immer und immer wieder fragen, doch meine Lippen sind stumm. Angst hat keine Worte. Angst hat nicht einmal eine Stimme, die aus dem Innen-Sein nach Außen dringt. Sie bleibt in mir und macht das Fühlen unbegreifbar.
Die Angst wird nicht gehen, solange die Ungewissheit bleibt.

Die Ungewissheit ist ein Nebel, der sich immer weiter ausbreitet und die Sicht auf den Alltag versperrt. Muster lösen sich auf ins Grau und das Morgen verliert seine Struktur.
Alles Außen wird fremd und macht Angst. Ich muss mich verschließen. In mir verschließen, damit das Außen mein Innen-Sein nicht mehr berührt.
Der Schmerz verschwindet nur, wenn ich das Außen nicht mehr wahrnehme, wenn ich mein Innen-Sein ganz vom Außen trenne.

Ich brauche etwas, das mich hält und mir Sicherheit gibt.
Aber woran soll ich mich halten, wenn ich nicht weiß, ob das, was mich hält, morgen noch da ist.