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In Heft 41 des Magazins der Süddeutschen Zeitung ist unter dem Titel

„Rinder und Schweine verstehe ich sehr gut. Bei Hühnern klappt es nicht so.“

ein Interview mit Temple Grandin veröffentlicht, in dem es unter anderem um ihr Verhältnis zu Tieren geht und um ihre besondere Fähigkeit, deren Gefühle zu verstehen.

Aus der Fragestellung entwickelt sich auf der zweiten Seite eine Überleitung zum Thema Autismus (Anderssein, Diagnose, Alltag) und der Beziehung Temple Grandins zu ihren Eltern.   

Hieraus ein Zitat:

Wenn ein Arzt morgen ein Medikament erfände, womit Autismus geheilt werden könnte – würden Sie es nehmen?

Nein. Autismus ist das, was mich ausmacht.
Ich würde meine Fähigkeit, in Bildern zu denken, nicht aufgeben wollen, und es macht mir enorm viel Spaß, Probleme zu lösen.
Ich habe meinen Platz gefunden.

(Temple Grandin, SZ-Magazin)

Dem „Nein“ schließe ich mich an dieser Stelle an.
Was bliebe von mir übrig, wenn das, was mein ganzes Leben geprägt und mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin, plötzlich nicht mehr da wäre?