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Harmonie und Flexibilität
Flexibilität und Harmonie
Harmonische Flexibilität oder
flexible Harmonie

Zwei Worte, die so konträr sind, dass ich sie nicht zusammenfügen kann.
Es ist so, als ob sie sich gegenseitig ausschließen und nur in einem Entweder-oder existieren können.

Auf Grund dessen blieb jede Veränderung für mich schwierig, weil sie etwas voraussetzte, das ich nicht besaß – die Fähigkeit flexiblen Denkens und Handelns.
Veränderungen führen zum Verlust des inneren Gleichgewichtes, welches sich im Anschluss nur schwer wiederherstellen lässt.

Auch in der Freundschaft.
Manchmal lösten Veränderungen ein Chaos aus.
Und Nähelosigkeit.
Gefühle, die nicht nach außen drangen.
Gefühle, die mich einschlossen.
Hinter einer Wand.
Schweigen.
Nicht hinaus können
aus diesem Kokon.
Gefangen in mir.

Wieder-Holen
Wieder-Holen
Wieder-Holen
Wieder-Holen
Wieder-Holen

So entstand ein neues Muster.
Durch ständiges Wiederholen.
Stereotypien.
Das Wieder-Holen der verloren gegangenen Struktur.

Ich freute mich, sie zu treffen.
Zählte die Tage, die Stunden, Minuten.
In solchen Momenten war das Muster besonders anfällig
und brauchte zusätzliche Strukturen.
Strukturen, die Halt gaben.
Wie das Zählen.
Je kleiner die Zahlen, desto größer wurde die Anspannung.
Und der Bewegungsdrang.
Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind und konnte meine Hände kaum kontrollieren.
Es fehlte nur noch ein kleines Teil, um das Muster zu vollenden.
Oder seine Struktur zu zerstören und damit ein Chaos auszulösen.

Sie ist da. Sie ist da.
Sie ist da. Sie ist da.
Sie ist da. Sie ist da.

Diese Worte wiederholten sich in meinen Gedanken immer und immer wieder.
Damit die Freude aus meinen Händen weichen und der Körper sich entspannen konnte.

Sie nahm mich zur Begrüßung in ihre Arme und hielt mich für einen Moment fest.
Nähe, die ich zulassen konnte.
Nähe, die Nähelosigkeit auflöste.
Nähe, die mich beruhigte.
Nähe, die mir Sicherheit gab.

Nähe, dich ich jedoch selber nicht herstellen konnte.
Es gab kein „Aus-mir-Herauskommen“.
Kein Weg von Innen nach Außen.
Mein Körper reagierte nicht.
Ich wollte auf sie zugehen.
Sie in den Arm nehmen.
Aber ich bleib stehen.
Bewegungslos.
Arme und Beine
wie taub
und stumm.
Keine Worte.
Alles blieb
in mir.

Auch Nähe.
Meine Nähe.
Meine Nähe zu ihr.